Menu

Eine Frau kann doch nicht in ein Bizzarstudio zu einer Domina gehen.... weil ...
... weil? Ja warum eigendlich nicht? Oh doch sie kann. Auch mit 52. 

Nicht ich, sondern mein Mann brachte mich auf die Idee, da er meine Neigung zwar interessant fand, aber sich zu unsicher war und Angst hatte mich zu verletzen mich zu überfordern oder mir weh zu tun mehr als ich es wollte. Denn eine Frau schlägt Man(n) nicht. Nein, das tut man auch nicht, auf keinen Fall. Es kommt jedoch auf das wie an und das Gefühl einer Person, der ich vertraue ausgeliefert zu sein und "benutzt" zu werden so wie mein Spielpartner es möchte, erregte mich als Frau schon lange und ich wollte es immer mehr. 

Mein Kopfkino ratterte und ließ die wildesten Filme entstehen. Dinge, die ich zwar spielen aber niemals in Wirklichkeit bzw. mit echter Gewalt erleben wollte.

Das Gefühl, dass in mir auflebte, wenn ich daran dachte, dass ich gefesselt irgendwo drüberliege oder stehe und mein Mann mich grinsend und gierig ansieht und mich liebevoll foltert, wurde so unerträglich, dass ich auf die wildesten Ideen kam.
Aber fremdgehen kam für mich nicht in Frage. Wir haben überlegt und im Internet geforscht. Und so fiel unsere Entscheidung auf Herrin Laetitia, die in Stuttgart im Studio Centric tätig ist und Frauen als auch Männer zum Top oder Herrin ausbildet und einmal im Monat nach München in das Studio Elegance kommt. Schon auf den Fotos ihrer Web Seite war mir diese Frau sympathisch. 

Ich wollte zu einer Frau, schon allein meines Gewissens wegen, aber auch weil ich neugierig war. Eine Frau weiß, was Frau fühlt und will. 

Nach einer Mail und einem Telefonat verabredeten wir uns an einem Samstagabend in ihrem Studio. Schon da war ich sehr aufgeregt. Als ich das Studio betrat, kam mir Herrin Laetitia entgegen. Vom ersten Moment an hatte ich das Gefühl einer Freundin zu begegnen. Es war, als ob wir uns schon ewig kannten. Vom ersten Moment an hatte sie mein Vertrauen und mich in ihren Bann gezogen. Wir sprachen über meine Wünsche und meine Tabus über meine Vorlieben und über meine Erfahrung. Das Gespräch an sich dauerte circa eine dreiviertel bis eine  Stunde. Sie begleitete mich noch zu meinem Auto, wir umarmten uns und das Gefühl der Freundin, von der ich mich verabschiedete war immer noch gegenwärtig.

Ja, ich wollte ihr gehören. Zumindest für eine kurze Zeit. 

Die sechs Wochen bis zu unserem Termin in München schienen endlos. Die Spannung stieg auf das Äußerste.
Vier Tage vor dem 26. Februar kam eine Mail von  meiner Herrin, in der stand, dass es jetzt nur noch wenige Tage wären und sie sich auf mich freut. Die Schmetterlinge in mir drängten an die Freiheit. Schon alleine diese Mail ließ mich noch sicherer werden. Und dennoch stieg meine Aufregung und Spannung.

Der 26. Februar, ein Sonntag war gekommen. Mein Mann grinste schon beim Aufstehen, weil ich in der Nacht sehr unruhig schlief. Ich hatte ihm alle Aufgaben  für diesen Tag  übertragen, denn es war mir unmöglich an etwas anderes zu denken als an meinen Termin um 19:00 Uhr. 

Tage vorher hatte ich schon überlegt, was ich anziehen würde, zeigte es meinem Mann, zog mich an, zog mich aus und suchte mir wieder etwas anderes. Unsere Entscheidung fiel auf ein durchsichtiges schwarzes Nichts mit zarten rosa  Schleifchen, schwarzen Spitzenstrümpfen hohen Schuhen und darüber ein tief ausgeschnittenes schwarzes Kleid. Nun, wie sollte ich meine roten Haare tragen? Hochgesteckt? Glatt oder doch lockig? Meine Entscheidung fiel auf lang und lockig. Meine Augen sprühten vor grün wie selten.

Mittags um zwölf hielt ich es nicht mehr aus und schrieb an Laetitia eine Mail mit der Frage "Gibt es noch eine Steigerung für "aufgeregt"?" Die Antwort kam prompt: "Ja es gibt noch eine kleine Steigerung, wenn du später vor mir stehst."Ja, das wollte ich hören, genau das und nichts anderes und wieder stieg meine Spannung ein bisschen.

Um 19:00 Uhr standen wir vor der Türe des Studios. Mein Mann läutete und tat kund, dass er ein Paket für Herrin Laetitia abzugeben hätte. An der Türe zum Penthouse angekommen, stand Herrin Laetitia lächelnd an der Türe und bat uns beide herein zu kommen. Ich war mir sicher, dass jeder hören konnte wie laut mein Herz schlug. 

Sie nahm mich in den Arm wie eben jene Freundin, von der ich mich in Stuttgart verabschiedet hatte. Natürlich hatte sie bemerkt, dass ich sehr aufgeregt war. Wir verabschiedeten meinen Mann und sie brachte mich in einen großen geschmackvoll eingerichteten Raum, der mit allem ausgestattet war, was man von einem Ausflug ins Mittelalter erwartete. Ketten an der Decke, ein Andreaskreuz, ein großer Spiegel, Kommoden, ein großes Latex Bett und zu guter Letzt ein Stuhl, an den Frau gefesselt werden konnte. Alles Tip top sauber. 

Noch war Laetitia meine Freundin. Sie gab mir Anweisungen, dass ich jederzeit unterbrechen konnte und ihr alles sagen könnte, wenn etwas nicht in Ordnung sei. Die Anweisung, dass ich um Gnade bitten sollte, wenn mir etwas zu stark oder zu viel ist oder einfach nicht richtig schien, nahm ich zwar zur Kenntnis, aber ich wusste schon im Vorhinein, dass ich es wahrscheinlich nicht brauchen würde. Ich wollte meiner Herrin ja gefallen, wollte jenes Blitzen der Dominanz in ihren  Augen sehen. 

Herrin Laetitia war plötzlich gegenwärtig, sie fesselte mich mit Seilen, so wie ich es mir gewünscht hatte. So fest, dass ich bewegungslos war, ihr hilflos ausgeliefert. Trotzdem hatte ich nicht das Gefühl, dass mich irgendetwas einschnitt oder mir weh tat. Immer noch raste mein Puls so sehr, dass es wohl auch meine Herrin sah und spürte. Also setzte sie mir eine Maske auf und nahm mich abermals in den Arm und ich durfte ankommen.
Sie sprach von ausgeliefert sein und davon, dass sie sich nehmen werde was sie wollte, alles würde sie sich nehmen. Ich bekam Gänsehaut am ganzen Körper. Herrlich!

In den nächsten Minuten spielte sie mit mir fast alles, was ich mit ihr besprochen hatte. Obwohl sie mir eigentlich fremd war, konnte ich mich fallen lassen und hingeben so wie ich es wollte.
Mein Mann hatte 1,5 Stunden gebucht und ich war froh, denn diese Zeit brauchte ich. Die Zeit verging wie im Flug. Ich fühlte mich zu jedem Zeitpunkt getragen, gehalten und geführt, niemals überfordert, ständig geliebt. Angst hatte ich nicht einmal im Ansatz.  

Alles war so, wie ich es wollte. Ich wollte nicht die böse Herrin, ich wollte auch nicht gedemütigt werden. Alles das hatte Laetitia in dieser Session befolgt und in Ihrem Rythmus, den sie meinem anpasste ausgeführt. Ich wollte  Reizstrom ausprobieren. Klammern und Gewichte, ich wollte die Gerte, den Rostock und ihre Hände. Zum Schluss wurde ich mit einem Orgasmus belohnt, der so ziemlich alles, was ich in letzter Zeit erlebt hatte, übertraf. 

Es war ein wunderschönes Erlebnis, das bestimmt nicht nur einmalig für mich war und Frau sollte sich ruhig trauen. Auch wenn sie es härter möchte oder nur angedeutet. 

Der Satz "Vieles kann, nichts muss" bekommt eine neue Definition und Frau muss nicht zwangsläufig lesbisch sein, um die Berührung einer anderen Frau zu genießen und zuzulassen. 

Ich danke Laetitia, dass sie mit mir diese Erfahrung der "dunklen Sonnenseite" gemacht hat und nicht zuletzt meinem Mann, der mich unterstützt und bestärkt hat, ohne gekränkt zu sein. Denn diese Erfahrung bringt uns weiter und ich freue mich schon auf meinen Geburtstag, denn da werde ich mit meinem Mann zusammen Laetitia treffen und sie wird mit uns beiden als Paar gemeinsam ein Stückchen des Weges gehen, der in Gedanken grenzenlos ist. Denn gerade mit dem Partner, den man liebt sollte alles möglich sein dürfen. 

Wo es aber nicht möglich ist, möchte ich jede Frau ermutigen, den Weg ins Bizzarstudio zu suchen.Denn dieser Weg ist geheimnisvoll und verrucht genug um in die Rolle einer anderen Person zu schlüpfen, eine andere zu sein ohne jedes schlechte Gewissens. Vor allem aber mit der maximalen Sicherheit und Frau kann sich am nächsten Tag immer noch sehr gut im Spiegel ansehen. Ich habe es ausprobiert geht wirklich prima.

Meine große Tochter, mit der ich über alles reden kann, meinte noch drei Tage später:"Mama, dein Ausflug am Sonntag hat Dir sehr gut getan. Du strahlst ja richtig."

Frau kann sehr gut in ein Studio gehen und es genießen. 

Alles Liebe Engelchen